Ein warmer Herbstabend, gefüllt mit Gesang, Freude und einem Hauch Nostalgie:
Der Tartlauer Kirchenchor lud am vergangenen Wochenende zum Konzert unter dem Motto „Lieder unserer Heimat“ in die alte Kirchenburg ein. Schon beim Eintritt war spürbar, dass dieser Abend mehr sein würde als nur ein musikalisches Ereignis – es war eine Begegnung mit den eigenen Wurzeln.

Unter der Leitung von Robin Hergetz erklangen traditionelle siebenbürgische Lieder ebenso wie moderne Arrangements, die das Publikum begeistert mitsingen ließ. Zwischen den Musikstücken erinnerten kurze Erzählungen und Anekdoten an frühere gemeinsame Zeiten in Tartlau – an Dorffeste, Jugendchöre und die alten Kirchenfeiern.

Besonders bewegend war der Moment, als der Chor das Lied „Ich weiß, wo eine Linde steht“ anstimmte. Viele Zuhörer sangen leise mit, und für einen Augenblick schien die Zeit stillzustehen.

Nach dem Konzert blieben viele Besucher noch lange bei Kuchen, Wein und Gesprächen im Gemeindesaal. Es war ein Abend, der zeigte, dass Musik Brücken schlägt – zwischen Generationen, zwischen Vergangenheit und Gegenwart, und zwischen denen, die geblieben sind, und denen, die in der Ferne leben.

„Dieses Konzert hat mich an meine Jugend erinnert“, sagte eine Besucherin gerührt.
„Es ist schön zu wissen, dass diese Traditionen weiterleben.“

Mit diesem Abend setzte der Tartlauer Kirchenchor ein starkes Zeichen dafür, dass Gemeinschaft und Musik untrennbar miteinander verbunden bleiben – ganz gleich, wie weit man voneinander entfernt ist.